Recap 17. Filmfest 2019

Recap 17. Filmfest 2019

In diesem Jahr feierte das Filmfest Düsseldorf bereits seine 17. Ausgabe. Somit hieß es wieder an drei Festivaltagen im November: „Das Leben ist zu kurz für lange Filme!“ Vom 20.- 22. November 2019 sichteten über 2000 Besucher das Programm aus 20 Kurzfilmen, die aus einer Rekordzahl von rund 1500 Einsendungen aus der ganzen Welt zusammengestellt wurden. Die ersten beiden Festivaltage fanden wie immer im größten Hörsaal der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf statt, am Finalabend lud man ins Filmmuseum in der Düsseldorfer Altstadt, wo traditionsgemäß die besten Filme ausgezeichnet wurden. Insgesamt wurden vier Preise an drei FilmemacherInnen verliehen. Die Auswahl wurde dabei doppelt vom Publikum getroffen sowie einmal von Fachjury und Filmfest-Team.

Das diesjährige Programm war genretechnisch wieder breit gefächert und präsentierte Filme aus zwölf Ländern, deren Laufzeit zwischen drei und 30 Minuten lag. Aus allen 20 Filmen voteten die Zuschauer an den drei Abenden für ihre Lieblinge sowohl unter 15 Minuten als auch über 15 Minuten. Den Publikumspreis u15 gewann in diesem Jahr souverän die warmherzige Komödie Moon Drops von Regisseur Yoram Ever-Hadani aus Israel. In der Kategorie ü15 rührte das polnische schwarz-weiß Drama WIKI von Regisseurin Veronica Andersson das Publikum am meisten. Anders fiel die Wertung der national bekannten Fachjury aus, die nach angeregter Diskussion das Programm ebenfalls bewertete. Sie verlieh ihren Preis an das niederländische Drama Till the End of the World der Regisseurin Florence Bouvy aufgrund der hervorragenden schauspielerischen Leistung, mit der einfühlsam eine Vater-Tochter Beziehung erkundet wird. Die Jury setzte sich zusammen aus vier Branchenvertretern, die ihre verschiedenen Perspektiven zusammenbrachten: Die Leiterin des Filmfest 2018, Stella Cao, die Dokumentarfilmemacherin und Medienethnologin Anja Dreschke, der Filmwissenschaftler und Drehbuchautor Rolf Giesen sowie Allroundtalent Rufus Beck, der unter anderem als Schauspieler, Regisseur und Sprecher arbeitet. Das Filmfest-Team schloss sich der Meinung der Jury an und zeichnete Till the End of the World ebenfalls als seinen Favoriten aus. Der Jury-Preis ist mit 1000€ dotiert, die Gewinner der Publikumspreise erhalten jeweils 750€ und der Team-Preis wird mit 500€ gefördert.

Und wer steckt hinter dem Filmfest Düsseldorf? Das sind 50 Studierende der Medien- und Kulturwissenschaft, die in fünf Teams plus Vorstand die komplette Veranstaltungsorganisation leisten. Akquise, Design, Marketing, Technik und Veranstaltung übernehmen dabei unter der dreiköpfigen Festivalleitung alle Aufgaben der Projektplanung und arbeiten ein Jahr lang auf das Festival hin. Seit 2003 wird in dieser bewährten Konstellation gearbeitet aber auch einige Neuerungen gab es zu verzeichnen. Dank neuer Sponsoring-Partner gab es dieses Mal veganes Essen für den kleinen Hunger und frische Musik aus der Region für die Ohren. Asant, Stunde Zehn und Tiflis Transit begeisterten als musikalische Pausenacts und die 17. Ausgabe des Filmfest konnte dadurch noch mehr jungen Talenten eine Bühne bieten. Als Moderatoren führten Helena Krause und Roman Hansen charmant durch die drei Abende.

Ein neues Jahrzehnt steht bevor und mit ihm die Planung für die nächste Festival Ausgabe. Wir sagen DANKE an alle Unterstützer, Förderer, Sponsoren, Ehemaligen und treuen Fans für 17 Jahre Kurzfilmliebe, für 17 Jahre Nachwuchsförderung und für 17 Jahre Aftershowparty.  Im Januar legen wir wieder los, damit das Filmfest Düsseldorf seinen 18. Geburtstag feiern kann und ihr seid jetzt schon herzlich eingeladen.

Auf ein erfolgreiches Jahr 2020, cheers!